Schöne Reiseziele in Deutschland gibt es wie Sand am Meer, eines der atemberaubendsten ist dabei definitiv der Königssee in Bayern. In diesem Post möchte ich euch diesen wunderschönen Ort im Nationalpark Berchtesgaden näher vorstellen – er hat nämlich mehr als nur ein Highlight parat. Ich bin mir sicher, dass er auch auf eurer Travel Bucket List landen wird und meine persönliche Meinung ist auch, dass jeder mal dort gewesen sein muss. Gerade nach den Lockerungen für den Sommer 2020, sind Reisen in Deutschland vermutlich ein guter Weg, um wieder ein bisschen was Neues zu sehen und dabei verhältnismäßig kurze Wege zu haben. Ich war bisher zwei Mal am Königssee, einmal als Kleinkind mit meinen Eltern und letzten Sommer über Pfingsten mit Freundinnen. Beim Vergleich der Bilder war es total interessant zu sehen, dass sich an der Schönheit der Natur kaum etwas verändert hat – der Königssee ist ein nahezu unberührter Fleck inmitten eines Nationalparks.

Königssee: Das musst du wissen

Der Königssee liegt im Südosten Bayerns am Fuße des Watzmanns im Berchtesgadener Land und befindet sich zum größten Teil im Nationalpark Berchtesgaden. Ihr seht gleich auch auf den Fotos, dass der Königssee Ähnlichkeit mit einem Fjord hat. Diese Optik hat der Gebirgssee aufgrund der steilen Felshänge an den Uferseiten. In Realität sieht es sogar noch beeindruckender aus. Der Königssee erstreckt sich über 8 km und ist ca. 1,2 km breit. Am tiefsten Punkt erreicht er 192 m. Wer gerne Zeit in der Natur und den Bergen verbringt und gerne wandert, der ist hier goldrichtig. Die Region bietet sehr viele Wanderwege und Aussichtspunkte.

Königssee: meine Tipps zur Reise vorab

Unterkunft: Wir haben direkt in Schönau am Königssee übernachtet und ich war über unsere Wahl sehr glücklich. Das „Hotel Königssee“ befindet sich nur wenige Meter vom Ufer des Sees und der Bootsstation entfernt – eine bessere Lage kann man also kaum haben. Die Zimmer haben keine Luxusausstattung, sind aber zweckmäßig und sauber und das Essen im Restaurant war sehr lecker. Viele Touristen übernachten alternativ in Berchtesgaden oder Bad Reichenhall.

Optimale Reisedauer: 3 – 5 Nächte (man kann in der Region Berchtesgaden so viel machen!)

Die beste Reisezeit: April – Oktober (Der Königssee eignet sich super für einen Ausflug über Pfingsten oder als Station im Rahmen eures Sommerurlaubs in Deutschland. Allerdings habe ich auch schon wunderschöne Bilder mit Schnee gesehen – das lohnt sich sicher auch)

Das musst du unbedingt im Gepäck haben: eine Wasserflasche zum Auffüllen und festes Schuhwerk (auf dem Boot und vor richtigen Wanderungen war ich noch in Sandalen unterwegs, sobald die Strecke aber anspruchsvoller wird, solltet ihr auch wechseln)

Das musst du unbedingt machen: Bootsfahrt über den Königssee; Zum Aussichtspunkt Rabenwand wandern; den Obersee ansehen

Königssee: das sind die Highlights

Im folgenden Abschnitt möchte ich euch gerne zusammenfassend die Highlights des Königssees erläutern. Das meiste davon haben wir auch unternommen. Leider waren wir mit zwei Übernachtungen ziemlich knapp dabei und konnten nicht alles machen, was uns interessiert hätte. Daher rate ich euch wirklich, genügend Zeit einzuplanen, wenn ihr eure Reise zum Königssee oder in den Nationalpark Berchtesgaden plant. Über Folgende Highlights erzähle ich euch im weiteren Verlauf etwas: Schifffahrt, St. Bartholomä, Eiskapelle, Obersee, Röthbachfall, Malerwinkel, Rabenwand, Königsbachfall / Naturpool Königssee.

Schifffahrt über den Königssee

Auch wenn man direkt von Schönau aus los wandern kann, ist eine Schifffahrt auf dem Königssee meine Empfehlung Nummer 1! Das Ticket ist zwar wirklich teuer (19 € für die große Runde), das Erlebnis ist es im Gesamten aber auf jeden Fall wert. Die Boote halten in der Mitte des Sees und es wird mit einer Trompete demonstriert, wie sehr der Klang hallt – wirklich sehr beeindruckend. Die erste Haltestation der Bootsfahrt ist nach ca. 35 Minuten die Wallfahrtskirche St. Bartholomä, die zweite und letzte Station ist am Ende des Königssees (Salet), von wo aus man zum Obersee und sämtlichen anderen Naturschauspielen weiter wandern kann. Von Salet aus fahren die Schiffe wieder die gleiche Strecke zurück, es dauert ca. eine Stunde. Toll finde ich, dass man während der Fahrt viele Informationen und Fakten zum Königssee und der Region Nationalpark Berchtesgaden erzählt bekommt!

St. Bartholomä

Ausgestiegen sind wir bei St. Batholmä aus Zeitgründen leider nicht. Die Kirche und die Halbinsel Hirschau sind aber wirklich sehenswert – man erreicht sie übrigens tatsächlich nur mit dem Boot oder über eine mehrstündige Bergtour. Man kann dort anscheinend auch sehr lecker in einem original bayerischen Biergarten essen. Falls ihr also genügend Zeit habt, würde ich euch einen Stopp dort sehr empfehlen!

Die Eiskapelle am Königssee

Was man nämlich am Haltepunkt St. Bartholomä unternehmen kann: in etwa zwei Stunden zur Eiskapelle wandern! Hierbei handelt es sich um ein tolles Naturschauspiel, das sich meistens ab Juni ereignet und bis zum ersten Schneefall bestehen bleibt. Denn dann öffnet sich eine kleine Höhle – die Eiskapelle. Das Betreten ist jedoch auch mit Helm mit Lebensgefahr verbunden, da jederzeit Eis von der Decke stürzen kann. Leider waren wir nicht dort, aber für das nächste Mal ist es fest eigeplant!

Obersee und Röthbachfall

Entscheidet man sich dazu, mit dem Boot zur zweiten Haltestelle (Salet) zu fahren, kann man in ca. 15 Minuten wunderbar zum Obersee wandern. Auf dem Weg dorthin gibt es auch eine ganz süße Alm, die nicht zu überlaufen ist. Den wohl beliebtesten Instagram-Spot findet man direkt zu Beginn des Königssees: eine kleine Holzhütte mit Steg. Wir haben dort leider kein Foto gemacht, da es einfach zu voll an diesem Tag war. Unbedingt empfehlen würde ich euch, am Obersee noch weiter zu gehen und das glasklare Wasser zu bestaunen. Nach ca. einer Stunde kommt ihr zur Fischunkelalm, bei der ihr wunderbar einkehren könnt und auch im See baden könnt. Wenn ihr Lust habt, kann ich euch empfehlen, danach noch ein Stück weiter zum Röthbachfall zu wandern – dem höchsten Wasserfall Deutschlands. Zurück kommt ihr einfach über den gleichen Weg, den ihr gekommen seid.

Aussichtspunkt Malerwinkel

Für einen anderen Tag empfehle ich euch eine Wanderung zum Aussichtspunkt Malerwinkel, von dem aus ihr einen grandiosen Blick über den Königssee habt. Dafür geht ihr von Schönau aus los und haltet euch am linken Ufer vorbei an den Bootshäusern. Das Ganze ist auch gut ausgeschildert, ihr erreicht den Malerwinkel nach etwa 20 Minuten.

Aussichtspunkt Rabenwand

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr noch ein Stück weiter und höher zur Rabenwand wandern. Auch hier gibt es wieder eine wunderschöne Aussicht zu genießen, die ich sogar ein bisschen schöner als den Malerwinkel fand!

Königsbachfall und Naturpool Königsee

So, und wer jetzt weiter motiviert ist und gut auf sich aufpassen kann, der kann noch ein Stück weiter zu einem Secret Spot wandern bzw. klettern (der Weg war wirklich nicht ohne!). Noch ist es wirklich ein Geheimtipp, aber wer weiß wie lange noch: der Naturpool am Königsbachfall. Es ist wirklich ein wunderschöner Punkt und man kann fast nicht glauben, dass das so von der Natur geschaffen wurde. Es ist ein kleines Becken inmitten eines Wasserfalls, in das man am liebsten zum Baden hineinklettern würde – denn es sieht aus wie ein Infinity Pool. Ich weiß, es gibt sehr viele Fotos, auf denen Menschen in diesem Naturpool baden, aber ich rate euch von ganzem Herzen davon ab. In diesem Becken sind bereits Menschen tödlich verunglückt – man kann das Schmelzwasser und den Wasserdruck schwer einschätzen und kommt unter Umständen nicht mehr wieder heraus und ertrinkt. Ich würde auch bei augenscheinlich guten Bedingungen niemals ohne Sicherung und ohne Begleitung dort hinein gehen – das ist kein Foto dieser Welt wert. Ein Foto, auf dem man auf dem Felsen daneben sitzt ist auch schön und man hat so oder so einen wunderbaren Ausblick auf den Königssee!

Mein Fazit zum Königssee

Leider hatte ich keine Erinnerungen aus meiner Kindheit mehr an den Königssee, daher hat mich der Ausflug im Sommer regelrecht aus den Socken gehauen: es ist so wunderschön am Königssee! Das Panorama, die Natur, das smaragdgrüne Wasser, der Obersee,…ich könnte ewig weiter schwärmen. Wenn man die Natur und Berge liebt sowie aktiv und unternehmungslustig ist, dann sollte man auf jeden Fall einmal diesen Ort besuchen. Teilweise sind die Wege zwar anstrengend, aber man wird tausendfach mit tollen Ausblicken dafür belohnt. Gerne schreibe ich über die einzelnen Highlights nochmal ausführliche Posts. Vielleicht ist es euch beim Betrachten der Bilder aufgefallen: Je nach Tageszeit und Wetter sieht der See bzw. das Gebiet so unterschiedlich aus!

Wart ihr schon einmal am Königssee und Berchtesgaden? Oder steht es auf eurer Reiseliste?

Julia

9 Comments on Reisetipp in Deutschland: Königssee bei Berchtesgaden

    • Oh ja, in Deutschland gibt es wirklich viel mehr schöne Orte, als man denkt. Toll, dass der Königssee jetzt auch auf deiner Bucket List steht 🙂 Liebe Grüße, Jules

  1. Hallo Julia,
    ich war schon mehrfach in Berchtesgarden und ich kann nur zu gut verstehen, dass du dieses Reiseziel empfiehlst. Ich möchte unbedingt mal wieder dorthin fahren. Ich würde sogar sagen,dass man als Reisezeit auch gut eine Woche einplanen kann. Wie du schon schreibst: Es gibt so viel zu sehen. Die Windbeutelgräfin ist ja auch nicht weit entfernt und wäre für mich auch etwas, was unbedingt besucht werden muss,wenn man schon mal in der Gegend ist. Den Königssee habe ich bei den Reisen auch immer aufgesucht. Du zeigst hier so schöne Bilder, da kommt gerade wieder ein wenig Fernweh auf <3 :o)
    Die Eiskapelle kannte ich allerdings noch nicht.

    Ein sehr schöner Artikel.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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